Nackt, bunt und skurril in Abensberg

Der Kunstkreis feiert am Freitag Vernissage im Kreuzgang. Umsetzung des Themas war spannend. Viele Besucher werden erwartet.
Von Heike S. Heindl

Das Thema „Art AttaKK“ wurde für die Künstler zur Herausforderung.
Foto: Heike S. Heindl

ABENSBERG.Auf einen gesellschaftlichen Höhepunkt, wie es Kunstkreisvorsitzende Marianne Lüthi nennt, dürfen sich die Besucher am Freitagabend, zur Ausstellungseröffnung des Kunstkreises, im Kreuzgang freuen.

Im Rahmen der Abensberger Frühlingsgefühle zeigen über 40 Aussteller rund 100 Exponate. Darunter auch handwerkliches wie Keramiken und Schmuck, erstmals auch Lampen.

Viele neue Künstler dabei

Besonders freut sich die Vorsitzende über zehn neue überregionale Künstler, die dem Kunstkreis beigetreten sind. „Die Resonanz ist wunderbar! Die Künstler kommen aus dem Raum Kelheim und München.“ Ein buntes Programm verspricht Lüthi den Besuchern, denn die Ausstellung stellte an die Künstler eine besondere Herausforderung. Das Thema „Art AttaKK“ für das sich entschieden wurde, ist sehr spannend. Jeder durfte Titel vorbringen, dann wurde im kleinen Kreis gevotet. „Auch für mich war das Thema eine Herausforderung – was fängst du mit diesem Titel an. Art Attack – denn eigentlich kennt man das aus einer Bastelshow und das hat mir nicht so gut gefallen. Aber ich habe mich dann sehr stark mit diesem Wort auseinandergesetzt, was bedeutet das – Art Attacke: Attacke, Angriff, Provokation. Was versteckt sich hinter dem Wort, wenn man gedanklich die Fernsehsendung auslöscht? Ich bin dann dahintergekommen, es ist unfassbar viel seitig. Es ist lebendig, es darf provokativ sein, was die Kunst immer sein darf! Es darf anstößig sein, es darf Fragen auf werfen, überraschend sein. Die Überraschung steht dabei an erster Stelle. Dabei darf es in alle Richtungen gehen.“

„Für mich stellt sich die Frage, wie haben sich die Künstler mit diesem Thema auseinandergesetzt? Das ist wie Weihnachten, wenn du Geschenke aufmachst und du nicht weißt, was dich erwartet.“ Nach wie vor sind die Bilder der Ausstellung quer bunt gemischt, es gibt unter anderem Zeichnungen, Aquarelle, Hinterglasmalerei und Zentangle zu sehen. Doch die Tendenz geht tatsächlich mehr zu großformatigen Bildern.

Zeichnerische Vielfältigkeit geht zurück

Lüthi bedauert, dass es weniger Aquarellbilder gibt, dass die zeichnerische Vielfältigkeit zurückgegangen ist. Acryl ist sehr dominant. Die Begeisterung der Künstler war anfangs etwas zurückhaltend. Schnell stellte sich bei der Vorsitzenden die Frage, ob die Künstler überhaupt zurechtkommen und ob sie mit dem Thema etwas anfangen können. Überraschenderweise wurden mehr Bilder als jemals zuvor angemeldet. Lüthi garantiert für wirklich viele Überraschungen, die die Besucher erleben werden.

„Es stellen auch einige Künstler aus, welche an den Workshops bei mir im „KunstRaum“ teilgenommen haben. Das freut mich natürlich besonders! Die malen jede Woche, haben Spaß und entwickeln sich weiter. Das zu beobachten, macht eine riesen Freude.“

„Für die Künstler ist es auch eine große Herausforderung, die Ausstellung zu hängen und so zu präsentieren, dass es nachher wieder ein Bild gibt“, erklärt Lüthi beim Interview. „Ich freue mich, dass diese Kunst in Abensberg mittlerweile so gefeiert und ernst genommen wird.“ Die Kunst und der Kunstkreis fänden immer mehr Anklang in Abensberg und Umgebung. Es sei mittlerweile eine gesellschaftliche Komponente geworden. „Und natürlich gibt es bei der Betrachtung der Exponate immer eine schöne Unterhaltung. Man kann mit allen Künstlern sprechen, was ich besonders spannend finde, denn die Möglichkeit hat man nicht so oft. Oftmals schaut man sich die Bilder an und bleibt dann mit seinen Gedanken alleine und hier kann man sich mit Künstlern unterhalten“, sagt Lüthi

Viele Unterstützer für Kunstkreis

Schirmherr der Ausstellung ist Bürgermeister Dr. Uwe Brandl. „Ich finde es nach wie vor toll, dass die Stadt uns so unterstützt. Ebenso die Firma Kelly, die uns sehr entgegengekommen ist“, sagt Lüthi. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt auch in diesem Jahr wieder Benno Kreuzmair am Klavier. Die Musikwerkstatt von Katharina Keglmaier stellt das Musikinstrument zur Verfügung, die Luis Trinkers das technische Equipment.

. Vernissage: Freitag, 31. Mai, 20 Uhr im Kreuzgang des ehemaligen Karmelitenklosters

Weitere Öffnungszeiten: 1. Juni 12 bis 18 Uhr; 2. Juni 12 bis 18 Uhr; 7. Juni 18 bis 23 Uhr/KunstNachtMarkt; 8. Juni 12 bis 18 Uhr, 9. Juni 12 bis 18 Uhr und 10. Juni 12 bis 18 Uhr

Weitere Infos: www.kunstkreis-abensberg.de